liquitec

bio-m®

BMA Boden­magnet­rührwerk

In der sterilen Verfahrens­technik kommt die grösste Gefahr für die Charge von aussen. Eine Gleitring­dichtung ist eine bewegte Barriere: sie verschleisst, sie braucht Sperrmedium, und sie bleibt ein verwaltetes Risiko. Das BMA schafft dieses Risiko ab, indem es die Wellen­durchführung durch eine hermetische Magnet­kupplung ersetzt — ein geschlossenes System, das gar nicht undicht werden kann. Skalierbar vom 2-Liter-Versuchs­behälter bis zum Tank mit 150 000 Litern.

150 000 LGrösstes Rührvolumen
1.4435BN2 (316L), produktberührter Standard
Ra < 0,4µm elektropoliert auf Wunsch

Funktionsprinzip

Kein Weg nach aussen. Hermetisch gekuppelt.

Zwischen Produktraum und Antrieb liegt keine Welle, sondern ein Magnetfeld. Was nicht durch die Behälterwand führt, kann auch nicht undicht werden. Damit entfällt die Wellen­dichtung als Schwachstelle — und mit ihr Sperrmedium, Überwachung und Austausch.

  • Vom Laborfermenter bis 150 000 Liter
  • Produktberührt 1.4435 BN2 (AISI 316L)
  • Lager aus Zirkonoxid und Siliziumkarbid, vor Ort tauschbar
  • Drehzahlüberwachung über Hall-Sensor am Läufer­magnet
1 2 3 4 5 6
  1. Rührkopf im Produktraum
  2. Innenmagnet am Antrieb
  3. Aussen­magnet am Rührkopf
  4. Behälterwand, geschlossen
  5. Antriebs­welle, ausserhalb des Produktraums
  6. Behälter­flansch

Vorteile

Was die Bauart im Betrieb einbringt.

Reserve im Trockenlauf

Zerstörende Versuche im eigenen Haus haben ergeben, dass das Lagersystem über 100 Minuten Trockenlauf übersteht, bevor es festgeht. Trockenlauf gehört nicht zum bestimmungsgemässen Betrieb — aber diese Reserve schützt die Maschine vor versehentlichem Anfahren oder einem Entleerungsfehler.

Auf Lebensdauer statt auf Austausch

Die Lagerflächen aus Zirkonoxid und Siliziumkarbid sind auf lange Standzeit ausgelegt. Das äussere Lager bleibt trotzdem zugänglich und lässt sich vor Ort tauschen — das Rührwerk bleibt so lange brauchbar wie der Behälter.

Drehzahl aus dem Behälter

Der optionale Drehzahl­sensor greift über einen Hall-Sensor einen Magnet im Läufer ab. Gemessen wird damit die tatsächliche Drehung im Behälter, nicht die des Motors — die Leittechnik bekommt eine bestätigte Rückmeldung, kein Abbild der Antriebsseite.

Vollkeramik statt Beschichtung

Die Lager­werkstoffe sind massiv und nicht beschichtet. Eine Beschichtung kann sich lösen und Partikel abgeben; eine unabhängige Untersuchung der verwendeten Paarung Zirkonoxid auf Siliziumkarbid hat keine messbare Partikelbildung gezeigt.

Spalt zugunsten der Reinigung

Der Spalt zwischen Antriebs­magnet und Läufer ist bewusst weiter ausgelegt, damit hinter dem Läufer genug Strömung für die Reinigung bleibt. Das kostet Magnetkraft — die wird über höherwertige Magnet­werkstoffe zurückgeholt, statt den Spalt zu verengen.

Wärmedehnung mitgedacht

Beim Sterilisieren atmet die Maschine thermisch. Damit dabei keine unsterilen Hohlräume entstehen, ist die Wärmeausdehnung der Zirkonoxid-Lagerbuchsen auf die des Edelstahl­gehäuses abgestimmt. Das erlaubt enge Passungen, die über den ganzen Temperaturgang dicht bleiben.

Sonderwunsch ist ein Parameter

Wir fertigen selbst und haben die Kette in der Hand. Abweichende Wellenlängen oder Flanschanpassungen sind für uns Auslegungs­grössen, keine Hindernisse — die Sonderlösung kommt mit der Verlässlichkeit eines Standard­produkts.

Flanschausführungen

Wer wartet, muss nicht in den Tank.

Die Schnittstelle zwischen Behälter und Rührwerk entscheidet nicht nur über die Dichtheit, sondern darüber, wer an das Lager kommt. Drei Ausführungen, die den Einstieg in den Behälter überflüssig machen.

F1

Eingeschweisst

Die Vorgabe für grösstmögliche Dichtheit: der Topf wird unmittelbar in den Behälter­boden eingeschweisst.

F2

Eingesteckt

Für Behälter, die zu klein für einen Einstieg sind oder zu gross, um ihn zu verantworten. Der Topf lässt sich ausbauen und die Lagerung vollständig von aussen warten.

F5

Abnehmbar

Eine vollständig abnehmbare Flanschbaugruppe. Das ganze Rührwerk lässt sich nach unten aus dem Behälter ziehen, ohne den Deckel zu öffnen.

Technische Daten

Zwölf Baugrössen. Eine Bauart.

BMA30 BMA75 BMA100 BMA300 BMA550 BMA850 BMA1200 BMA2500 BMA4000 BMA7500 BMA13000 BMA20000
Produktberührt
Gehäuse 1.4435 BN2 (316L); Sonder­werkstoffe 2.4602, 1.4539 nach Bestellschlüssel
Nicht produktberührt
1.4301 (AISI 304)
Lager
Innen Zirkonoxid (ZrO₂), aussen Siliziumkarbid (SSiC)
Dichtung
EPDM als Standard; FEP, Silikon und FFKM als Option
Oberfläche
Elektropoliert Ra < 0,4 µm (Standard BMA30 bis BMA2500)
Auslegungs­druck
−1 bis +6 bar
Betriebs­temperatur
Magnete bis 135 °C, kurzzeitig 150 °C; EPDM −40 bis +150 °C
Viskosität
Flüssigkeiten bis 1000 mPas, je nach Aufgabe und Behälter­grösse
Antrieb
Schneckengetriebemotor IE3, 3 × 230/400 V 50 Hz, 3 PTC-Thermistoren, RAL 7047
Rückverfolgbarkeit
Produktberührte Werkstoffe über Artikelnummer und Schmelznummer
Zeugnisse
EN 10204 3.1 bzw. 2.2; Dichtungen FDA-konform, USP-Klasse VI, TSE-frei

Antrieb

Das Drehmoment, das die Anlage verlangt.

Über den Drehstrommotor hinaus liefern wir die Bauart, die zur vorhandenen Infrastruktur passt.

Druckluft­antrieb

Wo Druckluft die vorhandene Energiequelle ist oder der Explosionsschutz es verlangt.

Gleichstrommotor

Für Versuchsanlagen und fahrbare Einheiten, wo der Wirkungsgrad zählt.

Waschbarer Motor

Edelstahlgekapselt, für Reinräume und Reinst­bereiche.

Servo­antrieb

Geregelt, für höchste Genauigkeit und freie Fahrprofile.

Werkstoffe

Standard 1.4435 (316L). Auf Wunsch mehr.

Produktberührt ist 1.4435 BN2 (AISI 316L) der Standard, geschliffen geliefert und auf Wunsch elektropoliert auf Ra < 0,4 µm. Für angreifende Medien fertigen wir unter anderem in 2.4602, 1.4539 (904L) und Duplex. Wenn die Prozesschemie es verlangt, bauen wir es daraus.

Kontakt

Anfrage

Auslegung, Baugrösse und Anschluss klären wir anhand Ihres Behälters. Schreiben Sie uns, was gerührt wird und in welchem Volumen.

Lieber direkt?

+41 55 450 83 00 sales@liquitec.ch